Bettina, Softwareentwicklerin

Wie heißt Du und woher kommst Du?

Ich heiße Bettina und komme aus Ludwigsfelde. Eine Zeit lang hab ich in Potsdam gewohnt, bin dann aber wieder nach Ludwigsfelde zurückgezogen und dort geblieben. 

Was ist Deine Position? Was machst Du genau?

Ich bin Softwareentwicklerin. Ich entwickle Prototypen für die Automobilindustrie.

Was hast Du davor gemacht?

Tatsächlich bin ich gelernte Zahnarzthelferin. Nach der Ausbildung hab ich mein Abitur nachgeholt und angefangen, Bio-Informatik zu studieren. Da hab ich die Mathematik kennengelernt. Die fand ich ganz toll und interessant und spannend. Deshalb hab ich mich entschieden, Mathematik zu studieren und bin jetzt hier.

Und warum hast Du Dich für InMediasP entschieden?

Ich hab im Internet eine Stelle als Werkstudentin in der Softwareentwicklung gesucht und mich dann hier beworben, weil in der Beschreibung auch nach mathematischem Hintergrundwissen gefragt wurde.

Wie war Dein Start hier? Wie wurdest Du eingearbeitet?

Ich wurde nett empfangen und direkt ins kalte Wasser geschmissen – was ich ja gut finde. Dabei wurde mir aber genügend Zeit gegeben, mich zurechtzufinden, und es gab immer »ein offenes Ohr«, um Fragen klären zur können.

Was gefällt Dir an Deinem Aufgabengebiet am meisten?

Mir gefällt, dass wir neue Dinge entwickeln, die es so noch nicht gibt. Ich entwickle ja Prototypen. Auch der Wissensaustausch mit den Kollegen ist gut.

Und wie so eine Firma funktioniert, mit der Infrastruktur, und die Kommunikation mit den Kunden.

In welche Projekte warst Du schon eingebunden?

Ich war bisher in einigen Automobil-Projekten unterwegs, und zwar innerhalb der Prototypen-Entwicklung im Varianten- und Konfigurationsmanagement. Zurzeit bearbeite ich Themen aus dem Produktdatenmanagement-Umfeld. Ich habe einen Prototypen für die Zusammengehörigkeitsdokumentation entwickelt. Und gerade arbeite ich mit einer Kollegin an einem Prototypen für das After-Sales-Management.

Arbeitest Du auch in interdisziplinären Teams?

Grundsätzlich habe ich keinen direkten Kundenkontakt, sondern einen Ansprechpartner oder Berater, der beim Kunden sitzt und das Bindeglied zwischen ihm und der Prototypenentwicklung ist.

Wie weit kannst Du Deine Kreativität ausleben?

Sehr weit. Allein schon, weil ich ein neues Produkt erschaffe.

Das Konzept ist natürlich vorgegeben, aber wie ich das am Ende umsetze, obliegt meiner Kreativität. Das ist das Schöne, auch an dem Berufsfeld Softwareentwicklung: Man kann sehr kreativ sein und sich Algorithmen ausdenken.

Bist Du immer hier vor Ort in Hennigsdorf?

Einmal durfte ich nach Stuttgart, um dort einen Prototypen zusammen mit dem Kunden in einer Kunden-internen Veranstaltung vorzustellen. Aber in der Regel bin ich vor Ort und höchstens mal via Skype mit den Beratern oder Kunden verbunden.

Wie tauscht ihr euch als Team aus? Wie macht ihr das mit den Meetings?

Wir haben Dailys, Weeklys, Retros. Das VKM-Team trifft sich täglich um 09:15 Uhr, und dort erzählt jeder, was hat er gestern gemacht, wie lief es, was hat er heute vor. Damit alle auch alles im Blick haben. Wir sind aktuell neun Mitglieder und haben über zehn Projekte. Es arbeiten nicht alle zusammen an einem Projekt, aber man muss auch mal einspringen können. Man sollte schon grob wissen, woran der andere arbeitet. Dafür sind die Dailys gut. Dann haben wir auch mal ein Weekly, da wird besprochen, was planen wir für die nächste Woche, wie lief die letzte Woche. Und dann gibt es noch die Retrospektive. Die findet alle vier Wochen statt. Wir besprechen dort teaminterne Themen, um unseren Workflow zu optimieren. Alle zwei Wochen führen unsere Stuttgarter Kollegen aus dem PDM-Projekt eine Reko durch. An der darf ich dann via Skype teilnehmen.

Erfährst Du auch, woran andere Teams arbeiten?

Wir haben einmal im Quartal einen Jour fixe, dort stellen andere Kollegen vor, woran sie arbeiten. Das mag ich sehr. Und sonst gibt es halt die Kaffeeküche, wo wir uns auch gern unterhalten.

Wie beschreibst Du das Miteinander in Deinem Team und in der Firma?

Ich schätze das Umfeld sehr. Hier herrscht immer ein freundliches Miteinander. Das ist ein sehr angenehmes Arbeiten. Ein schönes, kollegiales Umfeld.

Werden Firmen-Events veranstaltet, an denen Du teilnimmst?

Weihnachtsfeier, Jour fixes, die stehen manchmal unter einem Thema. Zum Beispiel hatten wir mal einen Gesundheitstag. Dann gibt es Team-Events, wo sich die Leute finden und was Schönes unternehmen. Letztens waren wir bowlen und was essen. Dann hatten wir auch eine Firmenreise an den Fleesensee, weil InMediasP zwanzig wurde. Das war toll. Und ein Sommerfest haben wir auch. 

Unternimmst Du nach Feierabend auch mal was mit den Kollegen?

Das ist aufgrund meiner Entfernung etwas schwieriger, ich wohne ja in Ludwigsfelde, das ist etwas weiter weg. Aber grundsätzlich treffen sich die Kollegen öfter, gehen was essen oder auf den Weihnachtsmarkt.

Wie erreichst Du Deine Vorgesetzten? Sind sie gut ansprechbar, wenn Du sie brauchst?

Da ist die Tür eigentlich immer offen. Wir sind alle per Du, man spürt diese Hierarchie gar nicht. 

Nutzt Du auch mal die Möglichkeit, von zu Hause aus zu arbeiten?

Grundsätzlich nicht. Es gibt die Möglichkeit, aber ich habe meinen festen Arbeitsplatz in Hennigsdorf und wir arbeiten mit sensiblen Daten. Zu Hause würde mir auf Dauer die Decke auf den Kopf fallen. Ich schätze das Kollegiale schon sehr.

Wie stellst Du Dir Deine Zukunft bei InMediasP vor?

Ich möchte auf jeden Fall weiter als Softwareentwicklerin arbeiten. Ich hab schon Lust, mich in eine gewisse Richtung zu spezialisieren, bin mir aber noch nicht sicher, in welche. In der Softwareentwicklung gibt es viele Technologien, viele interessante Dinge, die man machen kann: Machine-Learning oder Cloud-Computing. Ich möchte noch gucken und die Fühler ausbreiten, um dann irgendwann Expertin in einer bestimmten Richtung zu werden – gern mit dem mathematisch-technischen Hintergrund.

Stichwort Work-Life Balance: Wie verbindest Du Privates und Beruf? Wie kannst Du Deine Zeit einteilen?

Wir haben ein Zeitkonto und dazu eine Kernarbeitszeit. Ansonsten sind wir recht flexibel zwischen 7 und 19 Uhr. Ich arbeite auch nur 36 statt 40 Stunden, und dadurch hab ich schneller mal ein paar Überstunden gesammelt. Außerdem können wir einmal im Monat einen Gleittag nehmen. Man trifft hier auf viel Verständnis fürs Privatleben.