Emre, Softwareentwickler

Wie heißt Du und woher kommst Du?

Ich bin Emre, bin in Berlin geboren und hier auch aufgewachsen. Ich hab hier an der Beuth Hochschule für Technik studiert und meinen Bachelor als auch meinen Master in Mathematik mit Schwerpunkt Technik gemacht. 

Was machst Du genau bei InMediasP?

Ich hab hier als Junior-Softwareentwickler angefangen. Aktuell bin ich in ein Projekt aus der Automobilindustrie involviert. Aber nicht konkret als Entwickler, sondern mehr als IT-Experte, als Supporter, der sich um die Integration von relevanten Backend-Systemen kümmert. Oder anders gesagt: Die Software existiert bereits und ich integriere sie in reale Fahrzeuge. Ist etwas knifflig. Da können schon mal Probleme mit Konfigurationen und Steuergeräten auftreten. 

Was hast Du davor gemacht? Und warum hast Du Dich für InMediasP entschieden?

Meine größte Stärke in der Schule war immer Mathematik. Also musste ich nicht lange überlegen, was ich studieren möchte. So kam ich an die Beuth Hochschule und dort gab es neben Mathematik auch Programmierkurse. Hab dort über fünf, sechs Semester auch nebenbei programmiert und gemerkt, dass das viel Spaß macht. Da fließt natürlich Mathematik ein. Also logisches Denken, numerische Simulation. Hat mich sehr inspiriert. 

So als reiner Mathematiker ist es ja eher schwierig, einen geeigneten Job zu finden. Ich wollte ja kein Lehrer werden oder so. Und da kam ich zum Ende des Masterstudiums halt über XING in Kontakt mit InMediasP. 

Die ausgeschriebene Stelle hat mir gefallen, weil es obendrein um die Automobilbranche ging. Ich hab nicht lang gefackelt und dachte mir, ich probier das mal. So bin ich hier gelandet – und darüber bin ich auch froh.

Wie verlief die Einstellung?

Zuerst gab‘s ein Telefongespräch und dann wurde ich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Das war sehr angenehm, von der Firma und den Kollegen. Ich kann mich gut an die ersten Monate erinnern. Ich hatte kaum Vorkenntnisse zu der Position. Da ging es um Web-Applikationen, und sowas hab ich im Studium ja gar nicht gemacht. Da hab ich fast nur C++ programmiert. Und hier war mehr Java angesagt. Das hieß für mich: Okay, komplett neues Studium.

Die Kollegen haben mich dann systematisch und sehr gezielt auf die Stelle vorbereitet. Und sie haben mir dann auch vertraut, als ich eigenständig Aufgaben übernommen und selbständig im Projekt gearbeitet habe.

Mich hat das angespornt, in dem Projekt auf eigenen Beinen stehen zu können. Die Kollegen haben mir da sehr geholfen. War echt toll. 

In welche Projekte warst Du bereits eingebunden?

In meinen Projekten geht es vor allem um Infotainment-Geräte. Ich bin da im Connected-Car-Bereich unterwegs. In den ersten beiden Projekten war ich als Entwickler tätig. Beim ersten ging es um Anpassung und Entwicklung von Web-Applikationen für eine große Automobilfirma, beim zweiten Teilprojekt um eine Test-Applikation, also um End-to-End-Tests für die Business Services. 

Und jetzt bin ich in einem internationalen Projekt mit Kunden aus Asien. Da helfe ich, die Dienste zu integrieren. Das heißt, die Kunden müssen die Schnittstellen bedienen können. Sie müssen Sicherheitsaspekte beachten und die Konfiguration entsprechend anpassen. Wir wiederum müssen die neue Marke bei uns im Backend anlegen und zum Laufen bringen. Da ist auch immer ein Bedarf für Analysen. Und das ist halt so meine Aufgabe: Die Log-Files analysieren, um sagen zu können, warum der und der Fehler auftritt. Ich war in dem Zusammenhang auch für eine Woche im Ausland. Da haben wir in einem Workshop versucht, zum ersten Mal die Dienste in den Autos der Kunden zu integrieren.

Wie hast Du den Projektbeginn empfunden?

Wenn ich ehrlich bin, war das am Anfang ein ziemlich großer Schock, weil ich ja zum ersten Mal so ein Projekt betrieben habe. Wie gesagt, ich war vorher als Entwickler unterwegs. Und da ist man eher isoliert an einem Dienst dran, da sind die anderen Komponenten nicht so relevant. Auf einmal musste ich aber fast die ganze Systemlandschaft kennen, Fragen beantworten, Support leisten. Da musste ich mich erst mal tief reingraben. Aber ich hatte eben auch sofort Vertrauen. Und so hab ich mich immer weiterentwickelt. Es hat sich alles positiv gestaltet für mich. Auch persönlich. 

Arbeitest Du auch mit interdisziplinären Teams zusammen?

Unser Projekt-Team aus Deutschland besteht aus mehreren Firmen. Das sitzt auch an unterschiedlichen Standorten. Und dann sind da noch die Kollegen aus Asien. 

Wie lange bist Du so auf Dienstreise? Und wie sieht die Arbeit hier aus?

Aktuell bin ich zwei, drei Mal die Woche unterwegs in Deutschland. Dazu fliege ich mit den Kollegen alle fünf, sechs Wochen ins Ausland und führe Workshops bei den Kunden durch, wo wir versuchen, die Dienste schnellstmöglich End-to-End in den Fahrzeugen zum Laufen zu bringen.

Den Rest der Zeit bin ich bei InMediasP. Hier arbeite ich mit drei Kollegen in einem Büro. Und wie die Arbeit so aussieht? Tja, wie man sich das halt so vorstellt: Ich sitze am Rechner, führe Selbstgespräche und bearbeite E-Mails.

Und wie tauscht Ihr Euch als Team aus?

In dem Projekt gibt es unterschiedliche Teams. Wir machen halt eine große Runde, wo alle Teams dabei sind und jeder über seinen Status redet. Ansonsten hab ich täglich mit den Kollegen aus meinem Team Telefonkonferenzen oder wir treffen uns hier in Hennigsdorf oder an einem anderen Standort. Pro Tag hab ich mindestens zwei, drei Telkos per Skype oder über eine andere App. Ohne Konferenz geht es gar nicht.

Erfährst Du auch, woran andere Teams bei InMediasP arbeiten?

Auf jeden Fall. Vor allem in den vierteljährlichen Jour fixes, wo dann die Kollegen aus anderen Bereichen ihr Projekt vorstellen und zeigen: Das haben wir gemeistert, das ist unser Prototyp. Wir haben hier viel Informationsaustausch. Innerhalb der Firma und auch direkt im Bereich, wo es dann nur um Softwareentwicklung geht.

Wie würdest Du das Miteinander beschreiben?

Wir sind fast wie eine Familie. Hier hab ich mich von Anfang an sehr akzeptiert gefühlt, alle sind freundlich, das Arbeitsklima ist super, das Miteinander ist toll. Ich kann mich wirklich nicht beschweren. 

Welche Firmenevents gibt es denn so?

Mein persönliches Highlight ist ein Fußballturnier mit den Kollegen – der »BSports-Unternehmenscup«. Da machen wir jedes Jahr mit. Ich spiele leidenschaftlich gern Fußball. Und mit den Kollegen zu kicken, ist super.

Noch ein Highlight war unsere Reise zum 20. Firmenjubiläum von InMediasP. Da waren wir am Fleesensee, haben dort drei Tage verbracht und viele Events veranstaltet. Das war eine sehr schöne Zeit. Würde ich gern wieder hin.

Welche Position spielst Du denn beim Fußball?

Ich bin eher defensiv, im Mittelfeld. Kein Stürmer. Eher der, der versucht, das Spiel aufzubauen und die Bälle an die Kollegen zu verteilen. 

Wie erreichst Du Deine Vorgesetzten? Sind sie gut ansprechbar?

Auch hier habe ich immer gute Erfahrungen gemacht. Ehrlich gesagt gibt es meinerseits nicht viel Bedarf, aber falls was ist, kann ich eine Mail an meine Vorgesetzten schreiben oder anrufen. Die antworten dann: Ja, komm vorbei, wir reden direkt drüber. Das Verhältnis ist sehr gut. Sie sind immer bereit zu helfen und bieten das auch gezielt an. 

Arbeitest Du auch mal von zu Hause aus?

In meinem Projekt arbeite ich mittlerweile öfter von zu Hause aus. Denn wenn ich vom Kunden komme und zurück nach Berlin reise, dann lohnt es nicht, für zwei, drei Stunden hier raus nach Hennigsdorf zu fahren. Auch wenn ich was Privates erledigen muss, kann ich Home Office machen. Einfach vorher beantragen. Meist kriegt man das auch genehmigt. 

Und Richtung Zukunft gedacht? Wie stellst Du sie Dir hier vor?

Mein Ziel als Entwickler ist es, sagen zu können: Okay, ich brauche kaum noch Hilfe von den Kollegen. Ich will mich auf ein gewisses Niveau hocharbeiten. Und wenn ich genug hab vom Programmieren, möchte ich gern eine Stufe höher. So in fünf bis zehn Jahren würde ich gern mehr Richtung Management gehen. 

Und wie steht es mit Deiner Work-Life-Balance?

Als das Projekt kam, musste ich mich erst mal reinbeißen. Dazu kam, dass ich gerade frisch verheiratet war. Alles zusammengenommen war das eine ganz schöne Herausforderung. Ich hab im Kopf nicht einfach Feierabend machen können, hab zu Hause Bücher gewälzt zu den Themen. 

Mittlerweile kann ich nach der Arbeit komplett abschalten. Und was auch schön ist: Wir haben hier eine Gleitzeitregelung. Grundsätzlich hab ich meine 40-Stunden-Woche.

Ich kann aber auch mal die eine Woche weniger, die andere Woche mehr arbeiten. Das kann ich weitgehend selbst gestalten und hab dadurch mehr Freiheiten.